Herz & Rhythmus Zentrum AG

KATHETER-ABLATION

Vorhofflimmern wird durch Auslöser im Gewebe im Herzinneren verursacht. Wenn Medikamente nicht reichen, oder nicht vertragen werden, oder die Kardioversion nicht klappt und vor allem die Symptome Lebensqualität einschränken, kann ein invasives Vorgehen mit der Katheter-Ablation gewählt werden. Auf diese Eingriffe sind wir spezialisiert. Ablationen sind unsere Kernkompetenz!

Ablation statt lebenslang Medikamente?

WAS IST DIE RYHTHMUSKONTROLLE?

Die Rhythmuskontrolle ist eine Therapie Strategie. Bei der Rhythmuskontrolle wird aggressiv versucht den Herzrhythmus im natürlichen Sinus Rhythmus zu behalten, um die Symptome in den Griff zu bekommen. Dies geschieht zuerst mit Lifestyle-Anpassungen, Medikamenten, Kardioversionen und schlussendlich den Ablationen – unsere Kernkompetenz.

ABLATION STATT LEBENSLANG MEDIKAMENTE?

Moderne Studien belegen, dass die Katheter-Ablation bessere Langzeitergebnisse bietet als die Lebenslängliche Einnahme von Medikamenten. Insbesondere wenn die Einnahme dieser Substanzen auch noch Probleme birgt. Oftmals leiden die Patienten ähnlich an den Medikamenten wie an den Symptomen die diese zu verhindern versuchen. Medikamente und auch eine Kardioversion können beim Vorhofflimmern nur beschränkt helfen.

WAS IST EINE KATHETERABLATION?

Der Eingriff wird unter lokaler Betäubung gemacht. Mit einem Katheter, der über die Leiste ins Herz vorgeschoben wird, kann ein «3D-Mapping» - eine elektrische Landkarte - aus dem Herzinnern Live (am schlagenden Herz) gewonnen werden. Mit diesem präzisen Bild der Herzrhythmusstörung kann im Herzinneren gezielt das verantwortliche Gewebe verödet werden, so dass die Herzrhythmusstörung terminiert wird.

STROM ODER KÄLTE?

Das Ziel ist es eine Narbe zu schaffen. Dies geschieht in dem das Gewebe verödet wird. Das veröden kann mit Hitze oder Kälte erreicht werden. Die Hitze wird dank Radiofrequenz Strom erreicht, das Gewebe wird regelrecht «gekocht» dadurch werden die Proteine im Gewebe denaturiert und es entsteht eine Narbe. Ebenfalls ist es möglich den gleichen Effekt durch das gefrieren zu erzielen, mit diesem Kältebrand wird ebenfalls eine Narbe erzielt.

WARUM MIT DEM KATHETER?

Der grosse Vorteil dieses Eingriffs, der unter lokaler Betäubung mit einem Dämmerschlaf stattfindet (Narkose wenn gewünscht), ist die Möglichkeit, die Herz-Strombahnen zu messen und besser zu verstehen. Das Herz über eine Punktion in der Leiste zu erreichen ist der grosse Vorteil dieser Methode. Aber auch um dann gleichzeitig die Therapie abzugeben und danach das Resultat zu kontrollieren. In bestimmten Fällen, und um ein nachhaltiges Resultat zu erzielen, können jedoch mehrere Eingriffe notwendig sein.

WER PROFITIERT AM MEISTEN?

Beim paroxysmalen Vorhofflimmern ist die Katheterablation das Mittel der Wahl um die lästigen Vorhofflimmer Episoden zu unterdrücken. Diese Eingriffe sind nicht sehr invasiv, und die Patientinnen können in der Regel nach einer Nacht in der Klinik wieder nach Hause gehen. Leider muss festgehalten werden dass es in manchen Situationen wiederholte Eingriffe braucht um die Symptome zu verbessern und das Vorhofflimmern in den Griff zu bekommen. Beim nicht-paroxysmalem Vorhofflimmern ist die Situation anders, da muss davon ausgegangen werden, dass je nach Patient mehrere Eingriffe notwendig sein werden. In dieser Konstellation ist die Zusammenarbeit mit den Herzchirurgen sehr interessant.

DAS HEARTEAM UND DER PATIENT

Die neuesten (2016) Richtlinien (Guidelines) der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie empfehlen die Zusammenarbeit verschiedener Spezialisten (Kardiologe, Elektrophysiologe und Herzchirurg) im Bereich der Behandlung des Vorhofflimmerns, um für den Patienten ein optimales Ergebnis zu erreichen. Diese Zusammenarbeit wird das HeartTeam genannt. Unser HeartTeam begleitet Sie auf diesem Weg.

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