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Ventrikuläre Extrasystolen

Medizinisch geprüft von: Dr. med. Thomas Zerm
Das sind zusätzliche Herzschläge, die als störend empfunden werden können. Haben Sie den Befund in einem normalen EKG, sollte ein Langzeit-EKG bei einem unserer Kardiologen im Rahmen des Herz Check-Up durchgeführt werden. Wenn über einen Zeitraum von 24 Stunden mehr als 10% der Herzschläge bzw. mehr als 10'000 Extrasystolen aufgezeichnet werden, kann eine Ablation hilfreich sein.
Ventrikuläre Extrasystolen
Personen wohnhaft in der Schweiz:
Sprechstunde, Konsultation, Zweitmeinung und alle Behandlungen werden von der Krankenkassen-Grundversicherung übernommen.
Dr. med. Thomas Zerm

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Unregelmässiger Puls, Aussetzer, ...

Noch vor wenigen Jahren war die interventionelle Behandlung von Kammerrhythmusstörungen auf die Implantation von Defibrillatoren beschränkt. Eine Therapie, die Leben retten kann, aber bei vielen Patientinnen und Patienten die Lebensqualität durch häufige elektrische Schocks beeinträchtigt und manchmal sogar das Leiden verlängert. Zunehmend kann eine Ablation von Kammerrhythmusstörungen entweder als alleinige Therapie oder im Verbund mit einem Defibrillator in diesen Fällen helfen.

Unsere Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass selbst für komplexe Formen der Ablationsbehandlung inzwischen ambulante Verfahren möglich sind. Mit sorgfältiger Therapieplanung – unter Einsatz modernster dreidimensionaler Mappingverfahren, neuer Katheterdesigns sowie innovativer Therapiekonzepte wie Substratmodifikation und Purkinje-Modulation – können wir die langfristige Effektivität dieser Therapie deutlich steigern und gleichzeitig die Komplikationsrate minimieren.

VIVO-Mappingsystem 

VIVO Mappingsystem

Abb.:  Mit einer KI wird aus dem oberflächlichen EKG und einer 3D-Aufnahme von aussen der Ursprung der Rhythmusstörung gezeigt. Dies ermöglicht einen effektiveren Eingriff, da dieser noch besser geplant und durchgeführt werden kann.

Mit dem VIVO-System verfügen wir über das schweizweit erste nichtinvasive Mappingsystem, mit dem bereits vor der eigentlichen invasiven Prozedur der Ursprungsort einer Kammerrhythmusstörung mit höchster Präzision (95 %) vorhergesagt werden kann. Das ermöglicht erstmals eine detaillierte Prozedurplanung für den geeigneten Zugangsweg, die optimale Anästhesieform, die Auswahl der zu verwendenden Katheter. Die oft lange Untersuchungszeit lässt sich durch dieses neue Verfahren bei hoher Effektivität drastisch senken.

FAQs

Was sind ventrikuläre Extrasystolen und wie fühlen sie sich an?

Ventrikuläre Extrasystolen sind zusätzliche, außerplanmäßige Herzschläge aus der Herzkammer, die viele Patienten als "Herzstolpern", Aussetzer oder unregelmäßigen Puls wahrnehmen. Sie können störend sein, sind aber nicht per se gefährlich – wie stark sie behandlungsbedürftig sind, hängt von ihrer Häufigkeit und den Beschwerden ab.

Wie wird abgeklärt, ob eine Behandlung notwendig ist?

Zunächst wird ein normales EKG gemacht. Besteht der Verdacht auf häufigere Extrasystolen, folgt ein 24-Stunden-Langzeit-EKG. Werden dabei mehr als 10 % aller Herzschläge oder über 10'000 Extrasystolen in 24 Stunden gezählt, kann eine Ablation sinnvoll sein. Zur genaueren Planung nutzt die Klinik zusätzlich ein nichtinvasives, KI-gestütztes Mappingsystem (VIVO), das den Ursprungsort der Störung bereits vor dem Eingriff mit rund 95 % Genauigkeit lokalisiert.

Wie läuft die Behandlung ab und muss ich dafür ins Spital?

Je nach Befund kommen Katheterablation (u. a. Pulsfeld-Ablation), chirurgische oder Hybrid-Ablation infrage. Dank moderner Verfahren sind mittlerweile auch komplexere Ablationsbehandlungen ambulant möglich, das heißt ohne stationären Spitalaufenthalt. Für Personen mit Wohnsitz in der Schweiz übernimmt die Krankenkassen-Grundversicherung Sprechstunde, Konsultation, Zweitmeinung und Behandlung.