Wann braucht es einen Herzschrittmacher?
Ein Herzschrittmacher kommt bei verschiedenen Rhythmusstörungen zum Einsatz, z. B.:- Bradykardie (zu langsamer Herzschlag)
- AV-Blockierungen (Störungen der elektrischen Überleitung)
- Sick-Sinus-Syndrom (fehlende Taktgebung im Sinusknoten oder Erkrankung des Sinuskoten)
- In Kombination mit einer Herzschwäche: spezielle Systeme (CRT) zur Synchronisation beider Herzkammern
- «Conduction system pacing (CSP)» um möglichst natürlich das Herz an bestimmten Stellen zu stimulieren so das der natürliche Herzschlag kopiert wird.
Welchge Arten von herzschtittmacher gibt es?

Einkammersystem (VVI- oder AAI-Schrittmacher)
Diese Art Schrittmacher bestehen aus einem Gehäuse mit zwei Elektroden. Eine der Elektroden befindet sich dabei im Vorhof, die andere im Ventrikel. Dies ermöglicht dem Schrittmacher, alle gestörten Überleitungen von der kleinen in die grosse Kammer zu überbrücken. Ein DDD-Schrittmacher funktioniert durch die Anpassung seiner Frequenz an die Bedürfnisse des Patienten – beim Sport oder bei körperlichen Aktivität beispielsweise kann der Puls entsprechend steigen.
Zweikammersystem (DDD-Schrittmacher)
Diese Art Schrittmacher bestehen aus einem Gehäuse mit zwei Elektroden. Eine der Elektroden befindet sich dabei im Vorhof, die andere im Ventrikel. Dies ermöglicht dem Schrittmacher, alle gestörten Überleitungen von der kleinen in die grosse Kammer zu überbrücken. Ein DDD-Schrittmacher funktioniert durch die Anpassung seiner Frequenz an die Bedürfnisse des Patienten – beim Sport oder bei körperlichen Aktivität beispielsweise kann der Puls entsprechend steigen.
Dreikammersystem (CRT Schrittmacher)
Bei einem Dreikammer-Schrittmacher handelt es sich um einen Zweikammer-Schrittmacher mit einer zusätzlichen Elektrode auf dem linken Ventrikel. Diese Konstellation führt zu einer synchronen Herzkontraktion, das heißt, dass sich beide Herzkammern zusammenziehen. Die Herzleistung verbessert sich somit – und Symptome wie Atemnot oder ähnliches ebenfalls.
Der Wechsel des Herzschrittmachers
Ein Wechsel des Schrittmachers wird notwendig, sobald seine Batterie leer ist; dabei bewegen wir uns in einem Zeitraum von fünf bis 15 Jahren – je nach Gebrauch. Ein Schrittmacherwechsel erfolgt bei lokaler Betäubung. Über den selben Schnitt, über den der Schrittmacher ursprünglich eingesetzt wurde, wird das Gehäuse freipräpariert und gewechselt. Dieser Eingriff dauert circa 15 Minuten.
Wie läuft die Implantation (Operation) ab?
Die Implantation ist ein minimal-invasiver Eingriff unter lokaler Betäubung und leichter Sedierung. Über eine Vene wird eine oder mehrere) Elektrode zum Herzen vorgeschoben, der Schrittmacher selbst wird unter die Haut implantiert. Der Eingriff dauert in der Regel 30–45 Minuten.
Welche Risiken bestehen?
Jede Operation birgt Risiken, beim Herzschrittmacher sind diese jedoch gering. Mögliche Komplikationen: Bluterguss, Infektion an der Implantationsstelle, Verrutschen der Elektrode oder selten ein Ausfall des Geräts.
Leben mit einem Herzschrittmacher
- Nach der operation können Patienten 2-4h später nach Hause gehen. Ein Spitalaufenthalt ist nicht notwendig.
- Der Linke Arm muss 2 Wochen geschont werden.
- Regelmässige Kontrollen beim Kardiologen (heute auch telemedizinisch möglich)
- Alltag ohne wesentliche Einschränkungen
- Vorsicht bei starken Magnetfeldern (z. B. Sicherheitsschleusen, Schweißgeräte)
- Flugreisen, Sport und körperliche Aktivität sind nach der Operation und Erholungsphase problemlos möglich
Herzschrittmacher Auswechseln
Ein Wechsel des Schrittmachers wird notwendig, sobald seine Batterie leer ist; dabei bewegen wir uns in einem Zeitraum von fünf bis 15 Jahren – je nach Gebrauch. Ein Schrittmacherwechsel erfolgt bei lokaler Betäubung. Über denselben Schnitt, über den der Schrittmacher ursprünglich eingesetzt wurde, wird das Gehäuse freipräpariert und gewechselt. Diese Operation dauert circa 15 Minuten.
Neue Entwicklungen bei Herzschrittmachern
Die Technik entwickelt sich rasant: kabellose Systeme („leadless pacemaker“), Geräte mit MRT-Tauglichkeit oder Akku-Ladefunktionen sowie Systeme, die das Herz in Echtzeit überwachen und Therapie anpassen.