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Herzablation

Wir bieten das gesamte Spektrum der Behandlung an – von der persönlichen Beratung über die einfache Pulmonalvenen-Isolation bis hin zur Planung einer chirurgischen oder hybriden Ablation. Kurze Wartezeiten, klare Abläufe: In wenigen Wochen zum Eingriff – wir begleiten Sie Schritt für Schritt.
Operationssaal für Ablationen
Personen wohnhaft in der Schweiz:
Sprechstunde, Konsultation, Zweitmeinung und alle Behandlungen werden von der Krankenkassen-Grundversicherung übernommen.

Ihr Zentrum für moderne Vorhofflimmer-Ablation in Zürich

Was ist eine Ablation?

Eine Ablation ist ein minimalinvasiver Eingriff, bei dem gezielt Herzgewebe verödet wird, das fehlerhafte elektrische Signale verursacht. Dabei kommt eine Energiequelle wie Kälte (Kryoenergie), Hitze (Radiofrequenz) oder elektrische Impulse (Pulsed Field Ablation, PFA) zum Einsatz. Die Behandlung erfolgt punktgenau an der Stelle im Herzen, die die Rhythmusstörung auslöst.

Je nach Art der Herzrhythmusstörung befindet sich dieses Zielgebiet in unterschiedlichen Bereichen des Herzens. Für eine erfolgreiche Ablation ist daher eine präzise Diagnostik entscheidend. Diese erfolgt mittels EKG, Langzeit-EKG, transösophagealer Stimulation (TEP) oder einem hochauflösenden 3D-Mapping des Herzrhythmus.

In dieser schematischen Darstellung sehen Sie die Ursprungsorte der verschiedenen Herzrhythmusstörungen, die mit einer Herzablation behandelt werden können. Der wichtigste Unterschied besteht darin, ob die Rhythmusstörung aus der rechten oder aus der linken Herzseite stammt. Geht die Störung vom linken Vorhof aus – wie zum Beispiel beim Vorhofflimmern –, muss der Arzt über eine feine Punktionsstelle in der Vorhofscheidewand (sogenannte transseptale Punktion) vom rechten in den linken Vorhof übertreten. Auf diese Weise kann die Ablation präzise an der betroffenen Stelle durchgeführt werden – ohne Operation am offenen Herzen und vollständig minimalinvasiv.

Die verschiedenen Ablationen:

Ihr Behandlungsteam

Herzablation Kardiologen

Das Team besteht aus dem Herzchirurgen Prof. Salzberg (Links) und dem Elektrophysiologen Dr. Zerm.

Ablauf der Kontaktaufnahme

Entweder werden Sie von Ihrem Hausarzt überwiesen oder Ihr Kardiologe schickt Sie direkt zur Ablation. In vielen Fällen melden sich Patientinnen und Patienten jedoch auch direkt bei uns.

Damit wir uns ein umfassendes Bild Ihrer Situation machen können, benötigen wir folgende Unterlagen:

  • Kardiologischer Bericht (falls vorhanden)
  • Elektrokardiogramm (EKG), Langzeit-EKG (Holter, etc.), Apple Watch, ...
  • Ultraschallbefund, CT, MRT,...
  • Blutanalysen

Mit diesen Informationen können wir mit Ihnen einen Termin vereinbaren. Für Patientinnen und Patienten aus dem Ausland haben wir eine eigene Informationsseite eingerichtet, auf der alle wichtigen Details übersichtlich zusammengestellt sind – Sie finden diese hier.


Nach der ersten Kontaktaufnahme vereinbaren wir einen Termin für die Sprechstunde – oder auf Wunsch direkt für die Ablation. Das weitere Vorgehen wird dann gemeinsam mit unserem Team besprochen. Und wir und begleiten Sie durch die anschliessende Therapie. 

+41 44 999 18 88 Kontaktanfrage

Erfolgsaussichten und statistische Daten

Erfolgsquoten in der Medizin zu definieren ist anspruchsvoll, da viele individuelle Faktoren eine Rolle spielen. Orientiert man sich an der aktuellen wissenschaftlichen Literatur, ergeben sich folgende Erfolgschancen:

  • Paroxysmales Vorhofflimmern  Bei paroxysmalem Vorhofflimmern kann mit einer Freiheit von Vorhofflimmern von über 90 % nach einem Jahr gerechnet werden. In einigen Fällen ist ein zweiter Eingriff notwendig, um das Vorhofflimmern dauerhaft zu beseitigen. Die Ablationstechniken Cryo und PFA (Pulsed Field Ablation) zeigen in diesen Szenarien sehr ähnliche Erfolgsraten. Beide Verfahren sind für die Pulmonalvenenisolation (PVI) etabliert, sicher und gut untersucht.

  • Persistierendes Vorhofflimmern In dieser Form des Vorhofflimmers liegt der Ursprung nicht nur in der elektrischen Aktivität rund um die Lungenvenen, sondern häufig auch in Narbengewebe (Fibrose) im linken Vorhof. Daher ist nach der PVI ein präzises 3D-Mapping entscheidend, um zusätzliche Trigger zu identifizieren.
    Die Erfolgsrate einer Herzablation liegt in diesem Setting bei ca. 70 bis 90 % Freiheit von Vorhofflimmern nach 12 Monaten, abhängig vom individuellen Befund und der Ausprägung der Fibrose.

Wir arbeiten seit 3 Jahren in unserem ambulanten Operationssaal in Zürich. Unsere Komplikationsrate ist im schweizer Register für Rhythmologie nachgewiesen mit 0%.

Ablauf der Untersuchung 

  1. Kontaktaufnahme und Erstdiagnostik - Im Rahmen der Erstkonsultation erfolgt eine detaillierte Analyse aller vorliegenden Unterlagen. Sollten für die geplante Therapie weitere Untersuchungen notwendig sein, können wir diese direkt veranlassen.
  2. Behandlung - Die Behandlung erfolgt ambulant in unserem hochmodernen Hybrid-OP. Die meisten Eingriffe können als Tagesbehandlung durchgeführt werden. Das bedeutet, dass Sie nach dem Eingriff für etwa sechs Stunden überwacht werden und anschliessend nach Hause gehen können. Selbstverständlich erhalten Sie eine Notfallnummer, über die Sie jederzeit einen unserer Ärzte erreichen können.
  3. Nachsorge - Am Tag nach dem Eingriff erfolgt in der Regel eine klinische Kontrolle in unserer Praxis. Bei unkomplizierten Verläufen kann diese auch durch Ihren Hausarzt übernommen werden. Die weitere Nachsorge erfolgt nach einem klar definierten Schema durch den zuweisenden Arzt oder Ihren Kardiologen.

Patienten testimonial auf Schweizerdeutsch 24h nach einer ambulanten PFA Ablation.

Herzablation – die Geschichte einer stetigen Weiterentwicklung

Die Behandlung von Herzrhythmusstörungen hat in den letzten Jahrzehnten eine beeindruckende Entwicklung durchlaufen. In den 1960er- und 1970er-Jahren erkannten Ärztinnen und Ärzte zunehmend, dass viele Rhythmusstörungen auf elektrische Fehlleitungen im Herzen zurückzuführen sind. Um diese gezielt behandeln zu können, wurden zunächst chirurgische Verfahren entwickelt. 1982 beschrieb der amerikanische Herzchirurg Dr. James Cox erstmals die sogenannte Maze-Operation.

Bei diesem Verfahren musste der Brustkorb vollständig eröffnet und das Herz an die Herz-Lungen-Maschine angeschlossen werden. Die Vorhöfe wurden nach einem labyrinthartigen Muster eingeschnitten und wieder zusammengenäht – daher der Name „Maze“ (englisch für Labyrinth). Obwohl die Operation sehr aufwendig war, legte sie den Grundstein für alle späteren Behandlungen des Vorhofflimmerns. Über viele Jahre blieb die Therapie daher ein rein chirurgisches Verfahren, das kontinuierlich verfeinert wurde.

In den 1990er- und 2000er-Jahren kam es zu einem entscheidenden Fortschritt: Mit der Entwicklung moderner 3D-Mapping-Systeme, neuer Energieformen wie der Kryoablation (Kälte) sowie spezialisierter Katheter konnte das Verfahren deutlich vereinfacht und sicherer gemacht werden. Die Pulmonalvenen-Isolation (PVI) etablierte sich als Standard zur Behandlung des Vorhofflimmerns.

Seit 2024 ist das hybride Vorgehen, also die Kombination minimal-invasiver herzchirurgischer Techniken mit modernen elektrophysiologischen Methoden, in den neuen europäischen Leitlinien offiziell verankert. Diese enge Zusammenarbeit zwischen Herzchirurgie und Elektrophysiologie vereint die Vorteile beider Disziplinen und bietet insbesondere Patientinnen und Patienten mit komplexem oder persistierendem Vorhofflimmern eine deutlich höhere Erfolgsrate.

Heute – über 40 Jahre nach der ersten Maze-Operation – steht die Rhythmologie erneut an einem Wendepunkt: Mit der Pulsed Field Ablation (PFA) ist eine neuartige, nicht-thermische Technologie entstanden, die Herzmuskelzellen selektiv behandelt und umliegendes Gewebe schont. Sie ermöglicht kürzere Eingriffszeiten, höhere Sicherheit und markiert den Beginn einer neuen Ära in der Behandlung des Vorhofflimmerns.