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07.02.2020

Was tun bei Vorhofflimmern?
Tages-Anzeiger Beitrag von Prof. Salzberg

Das Vorhofflimmern ist eine beunruhigend häufige Form der Herzrhythmusstörung. Zirka 1 Prozent der Gesamtbevölkerung ist betroffen. Durch Lifestyle-Anpassungen oder operative Eingriffe kann Abhilfe geschaffen werden. In der Tages-Anzeiger Kampagne "Fokus 50 Plus" erzählt Dr. Prof. Salzberg über mögliche Risikofaktoren und seine innovativen Behandlungsmethoden.

Was ist VorhofflimmeTages-Anzeiger Beitrag Prof. Dr. Salzbergrn?

Das Wort Vorhofflimmern ist Vielen bekannt. Doch was versteckt sich hinter dem Begriff? Vorhofflimmern bezeichnet eine Herzrhythmusstörung der kleinen Herzkammern, bei welcher das Herz sich nicht den Bedürfnissen des Körpers anpasst. Dies resultiert in Symptomen wie raschem Herzklopfen, stundenlangem Herzrasen und Enge- oder Druckgefühlen in der Brust.

Elektrische Störimpulse

Doch wie entsteht Vorhofflimmern überhaupt? Das Problem beginnt tief im Inneren des Herzens. Wo die Venen, von den Lungen kommend, in das Herz münden, entstehen lokal kleine, elektrische Störimpulse, die dann den Vorhof in ein elektrisches Chaos versetzen können. Dadurch wird dann keine rhythmische Herzkontraktion mehr erreicht, der Puls wird unregelmässig, was als störend wahrgenommen wird.

Bekannte Risikofaktoren

Die Symptome bleiben oftmals unbemerkt, eine Früherkennung ist jedoch essenziell. Nur so können katastrophalen Komplikationen, wie einem Hirnschlag, vorgebeugt werden. Vorhofflimmern kann durch sogenannte Trigger ausgelöst werden. Für diese gibt es einige bekannte Risikofaktoren. Übergewicht, Bluthochdruck, Schilddrüsenerkrankung sowie Alkohol- und Kaffeekonsum können allesamt Vorhofflimmern auslösen.

Neue Ablationsmethoden

Heikel wird es, wenn eine Abnahme der Pumpfunktion des Herzens für einen Leistungseinbruch und die Symptome verantwortlich ist. Aber moderne Behandlungsstrategien ermöglichen es, das Vorhofflimmern gut kontrollieren zu können. Neue Ablationsmethoden, mit 3D-Mapping, neuen Verödungsverfahren und der chirurgischen Ablation, können bei hartnäckigem Vorhofflimmern ausgezeichnete Resultate erreichen und Patienten von Medikamenteneinnahme und Symptomen befreien.

Veränderung des Lebensstils

Als erstes sollte der Lebensstil angepasst werden. Abnehmen, weniger Alkoholkonsum und ein angemessenes Mass an Sport und Schlaf stehen auf dem Programm. Danach wird der Grossteil der Patienten medikamentös behandelt. Diese dient der Stabilisierung des Herzrhythmus und der Prophylaxe des Hirnschlags. Wenn keine lebenslange Medikation erwünscht oder diese nicht effektiv ist, wird eine Ablation empfohlen.

Zwei Methoden, ein Ziel

Beide Methoden der Ablation haben das gleiche Ziel – die Isolation der Lungenvene. Dies verbessert die Symptome, und darum geht es. Die Zusammenarbeit von Elektrophysiologen und Herzchirurgen ist essentiell, um das optimale Vorgehen für alle Patienten individuell festzulegen. Nur so können die besten Resultate individuell erreicht werden. Für den Katheter (Mehrheit) sprechen das einfachere Vorgehen und die Möglichkeit den Eingriff zu wiederholen. Für die Operation aber die höhere Effektivität und die Möglichkeit nach der Operation Medikamente abzusetzen. Viele Patienten empfinden dies als überzeugendes Argument für die Operation.

Gemeinsam gegen Herzrhythmusstörungen

Tages-Anzeiger Focus 50 Plus Prof. Dr. Sacha Salzberg

Ein neues, auf Vorhofflimmern spezialisiertes Ärzteteam hat das neue Herz & Rhythmus Zentrum Zürich, eine einzigartige Ressource für Menschen mit Herzrhythmusstörungen, geschaffen. Prof. Dr. med. Sacha P. Salzberg erläutert die Risikofaktoren für Vorhofflimmern und spricht über die Vorzüge des Zentrums.

Sacha Salzberg, wie gefährlich ist Vorhofflimmern?

Vorhofflimmern per se ist nicht gefährlich, solange ein Blutverdünner eingenommen wird – dies wird anhand vom Risikoprofil individuell festgelegt. Dieser Blutverdünner verhindert den Hirnschlag. Wenn das Vorhofflimmern zu lang und zu schnell auftritt kann möglicherweise eine Herzmuskelschwäche entstehen. Deshalb ist es wichtig, diesem vorzubeugen und frühzeitig den Spezialisten aufzusuchen.

Was hat Sie dazu bewegt, das Herz & Rhythmus Zentrum zu gründen?

Ich habe es für die Patienten mit Herzrhythmusstörungen gemacht. Bis anhin waren diese Patienten an verschiedene Spezialisten gebunden, welche leider nicht über ihren Kompetenzbereich hinweg denken. Patienten mit Herzrhythmusstörungen profitieren von einem neuen Denkansatz «Thinking outside the Box», wo auch andere Fachrichtungen, wie beispielsweise ein Herzchirurg oder ein Kardiologe der Sache etwas beitragen können. Ich wollte den Status Quo brechen und innovativ ein altes Problem angehen. Und auch der Drang nach Selbständigkeit – mein eigener Boss zu sein.

Sie trumpfen am Herz & Rhythmus Zentrum mit einem interdisziplinären Team auf. Welche Vorteile entstehen dadurch für die Patienten?

Bei uns bekommt der Patient nicht das, was ich am besten kann. Er bekommt das, was für ihn am besten ist! Unabhängig von finanziellen Interessen oder von Machtspielen zwischen verschiedenen Abteilungen. Wir offerieren diese Herangehensweise in Verbindung mit der besten Qualität und den neusten Techniken. So können wir jedem Patienten ein individualisiertes Therapiekonzept in enger Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten bieten.

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